GIBT

Hohe Produktivität, Robustheit und Eignung für die Milchproduktion.

Herkunft

Die Gir-Rasse zählt zu den wichtigsten in Indien. Sie gilt als Milchviehrasse und wird in den Regionen Rayputana, Baroda und Kathiawar, wo sich die hohen, vom Gir-Wald bedeckten Berge befinden, sehr geschätzt.


Die Gir-Rasse kam um 1906 nach Brasilien, aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg begannen sich die Züchter wirklich für die Rasse zu interessieren, die für einen doppelten Zweck genutzt wurde: Milch und Fleisch.


In Goiás wurden 1912 die ersten hornlosen Gir-Rinder auf einer Landwirtschaftsmesse ausgestellt. Erst 1976 eröffnete die ABCZ (Brasilianische Vereinigung der Zebuzüchter) das Stammbaumregister für die hornlose Gir-Rasse. Das Enthornen ist bei diesen Rassen nicht erlaubt.


Merkmale

Es besitzt ein stark konvexes Profil mit nach hinten geneigtem Nacken und einer breiten, glatten Stirn. Es verträgt keine Nimburi, da seine Hörner nach unten und hinten wachsen; solche, die nach oben und innen gebogen sind, werden bevorzugt.


Die Ohren sind mittellang und hängend, anfangs eingerollt und öffnen sich dann mit der Spitze zum Gesicht hin, was als „Falkenform“ bezeichnet wird.


Ihr Fell variiert, von Rot oder Gelb in allen Schattierungen bis hin zu geflecktem Fell (kleinen Abzeichen).


Die Fellfarben Roan und Schecken gelten weiterhin als ideal. Die Haut sollte am Euter und in der Leistengegend dunkel und rosa sein, wobei kleinere depigmentierte Stellen am Körper zulässig sind. Der hornlose Gir, der als eigene Rasse geführt wird, weist denselben Biotyp auf und unterscheidet sich von der Basisrasse lediglich durch das Fehlen von Hörnern.


Vorteile

Die Gir-Rasse spielt eine bedeutende Rolle und ist von großer Wichtigkeit in der brasilianischen Milchwirtschaft, sei es als reinrassige Rasse oder durch ihre zahlreichen Kreuzungen, wie beispielsweise mit der Holstein-Rasse, aus denen die Girolando-Rasse hervorgeht.


Die durchschnittliche Milchproduktion beträgt 3.777 kg in 305 Tagen und ist damit mehr als dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt (960 kg). Die Laktationsperiode dauert 307 Tage (durchschnittliche tägliche Milchproduktion: 12 kg).


Laut EMBRAPA (Brasilianische Agrarforschungsgesellschaft) sind Laktationen mit einer Milchleistung von über 5.000 kg und in vielen Fällen sogar über 10.000 kg keine Seltenheit.


Die Gir- und Gir-Mocha-Rassen sind gutmütige Tiere mit einem freundlichen Wesen und ausgeprägten Rassemerkmalen. Die Stuten sind ausgezeichnete Mütter, und die Kälber benötigen wenig Pflege. Die Böcke sind mittelgroße Tiere mit kompakter Muskulatur. Stuten können mit 48 Monaten ein Gewicht von 520 kg erreichen, Böcke über 750 kg.