ANGUS

Langes Leben und hohe mütterliche Fähigkeiten.

Herkunft

Hugh Watson pachtete 1808 Keillor in Angus. Er baute eine große Herde auf und züchtete Rinder von hervorragender Qualität und mit exzellenten Eigenschaften. Hugh Watson gilt als Begründer der Angus-Rasse und spielte eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der besten schwarzen und hornlosen Tiere für seine Herde. Sein Lieblingsbulle war Old Jock, geboren 1842 und Sohn von Jock Grey-Breasted. Old Jock erhielt bei der Gründung des schottischen Herdbuchs die Nummer „1“. Ein weiteres bemerkenswertes Tier Watsons war die Kuh Old Granny, geboren 1824. Sie soll 35 Jahre alt gewesen sein und 29 Kälber geboren haben. Die meisten Angus-Rinder lassen sich heute auf diese beiden Tiere zurückführen.


Als George Grant 1873 vier Angus-Bullen von Schottland mitten in die Prärie von Kansas transportierte, waren sie Teil des Traums des Schotten, eine Kolonie wohlhabender britischer Viehzüchter zu gründen. Grant starb fünf Jahre später, und viele der Siedler seiner Kolonie in Victoria, Kansas, kehrten später in ihre Heimat zurück. Doch diese vier Angus-Bullen, die vermutlich aus der Herde von George Brown aus Westertown, Fochabers, Schottland, stammten, prägten die US-amerikanische Rinderzucht nachhaltig.

Merkmale

Aberdeen-Angus-Rinder sind hornlos und können schwarz oder rot sein, wobei Schwarz die vorherrschende Farbe ist; gelegentlich kann jedoch auch Weiß am Euter auftreten.


Sie sind wetterfest, anspruchslos, anpassungsfähig, gutmütig, reifen sehr früh und liefern ein hohes Schlachtkörpervolumen mit gut marmoriertem Fleisch. Die Angus-Rasse ist als Fleischrinderrasse bekannt. Sie wird häufig in der Kreuzung eingesetzt, um die Schlachtkörperqualität und die Muttereigenschaften zu verbessern. Außerdem wird sie zur genetischen „Enthornung“ verwendet, da das entsprechende Gen dominant vererbt wird.

Vorteile

Frühe Geschlechtsreife, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit (Verbleib in der Herde). Die Angus-Kuh erfüllt ihre Aufgabe gut, egal ob sie ihr erstes oder vierzehntes Kalb zur Welt bringt.

Angus-Rinder sind von Natur aus hornlos – das Enthornen ist daher nicht notwendig. Augenkrebs und Euterentzündungen treten nicht auf, da die dunkle Haut und das dunkle Euter der Angus-Rinder Probleme in diesen Bereichen selten machen. Angus-Rinder sind anpassungsfähig an alle Klimazonen und gedeihen in jeder Umgebung mit minimalem Pflegeaufwand.