Herkunft
Die Brahman-Rasse stammt aus den Vereinigten Staaten und ist eine reinrassige Kreuzung aus vier anderen Rassen: Nelore, Gir, Guzerá und Krishna Valley. Die erste Einfuhr nach Brasilien erfolgte 1994; die Tiere stammten aus den Vereinigten Staaten, Kolumbien, Paraguay und Argentinien.
Merkmale
Aus rassetypischer Sicht zeichnen sich Brahman-Rinder durch ein einheitlich weißes, graues oder rotes Fell aus. Bei weiblichen Tieren ist das Fell etwas heller, während männliche Tiere in der Regel an den Extremitäten dunkler sind (schwarze Haut).
Der Kopf hat ein gerades oder leicht gewölbtes Profil, mittelgroße und relativ breite Ohren mit einer leichten Einbuchtung an der Spitze des Unterrandes. Die Hörner sind dunkel und symmetrisch; das Entfernen der Hörner und die natürliche Eulenbildung sind erlaubt, was zu einem kleinen Nimburi (einer kleinen, runden Haube) führt.
Vorteile
Die Rasse ist hervorragend an die brasilianischen Bedingungen angepasst und resistent gegen Krankheiten. Zudem ist sie extrem frühreif und zeigt eine ausgezeichnete Gewichtszunahme. Die Hündinnen zeichnen sich durch hervorragende Muttereigenschaften und ein sanftes Wesen aus, was die Handhabung deutlich erleichtert.
Die Kälber sind kräftig und werden schwer geboren. Die männlichen Tiere sind frühreif: Sie haben einen ausgezeichneten Schlachtkörper mit guter Ausbeute und gut entwickelter, wohlgeformter Muskulatur.
Im Alter von 36 Monaten erreichen weibliche Tiere ein Gewicht von bis zu 570 kg, männliche Tiere sogar über 790 kg. Brahman-Rinder mit einem Gewicht von über einer Tonne sind ebenfalls relativ häufig zu finden.